Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Zum Glück wird es nach den stillen Tagen dann auch wieder ein wenig ruhiger.

Karl Valentin (1882-1948)



Archiv 2015



Eine "amen-Toilette"

Jun

02.

Auch während und nach kirchlichen Veranstaltungen soll es ja vorkommen, dass man einmal ein dringendes Bedürfnis hat. Doch die liturgische Aufnahme dieses Bedürfnisses am Markplatz bei der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Leverkusen ist bemerkenswert. Als ich nach dem Gottesdienst zum "Fest der Begegnung" mit gehörigem Druck auf der Blase den WC-Schildern folgte, landete ich im Keller des Gebäudes. Dort stellte man mich vor die Wahl zwischen einer "Herren-Toilette" und einer "amen-Toilette". (Offenbar hatte das ehemals aufgeklebte "D" auch ein dringendes Bedürfnis gehabt, mal auszutreten.)



Schneller fahren mit
Verspätung

Mai

18.

Die Deutsche Bahn ist doch immer wieder für Verblüffungen zu haben. Da ordert man über das Internet ein Sparangebot für die Strecke Stuttgart-Köln. Und weil der der Unterschied zwischen 2:11h und 3:17h Fahrzeit 26 Euro beträgt, entscheide ich mich für die längere Fahrt am Rhein. Ein Verdienst von 26 Euro für 1:03h bei gleichzeitigem Müßiggang ist doch nicht schlecht.



In schwarz und mit
Zylinder

Mai

12.

Neulich auf dem Friedhof. Im Anschluss an eine Beerdigung ist noch eine weitere Trauerfeier angesetzt. Es gilt sich zu verabschieden vom Bezirks-Schornsteinfeger, der - noch gar nicht so alt - verstorben ist. Es ist richtig voll. Und mindestens die Hälfte der Anwesenden sind in Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen. Alle gekleidet in adretter schwarzer Schornsteinfeger-Ausgehuniform. Und alle mit schwarzem Zylinder. Irgendwie ein anrührendes Bild, das eine beglückende Melancholie und vor allem ein Zusammenstehen ausstrahlt.



"O große Lieb" -
eiskalt herzerwärmend!

Mär

31.

"O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße!" (J.S. Bach, Johannespassion, Choral Nr. 3)



Letzte Grüße

Mär

12.

Die Zeilen waren berührend. Ein Mann - noch gar nicht so alt - weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Die todbringende Krankheit gewährt ihm nur noch wenige Wochen. Er nutzt die verbleibende Zeit, den Menschen, die ihm besonders am Herzen liegen, Briefe zum Abschied zu schreiben. Materiell zu vererben hat er nichts. Aber seine Liebe, seine Hoffnung und seinen Stolz bringt legt er mit ganzer Kraft in wenigen Zeilen hinein. Und das ist ein Schatz.



Ewige Lichter im
Getränkemarkt

Jan

22.

Früher war alles ganz einfach. In einer Bäckerei kaufte man Brötchen, in einer Metzgerei Wurst und im Getränkemarkt eben allerlei Flüssigkeiten. Mittlerleile ist das alles nicht mehr so eindeutig. Meine Metzgerei um die Ecke bietet Brötchen an, meine Stamm-Bäckerei gefärbte Ostereier und mein Getränkemarkt von nebenan - der läuft jetzt völlig aus dem Ruder.