Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Nirgends kann das Leben so roh wirken wie konfrontiert mit edler Musik.

Christian Morgenstern (1871-1914)



Lesend die Welt
durchlaufen

Sep

26.

Gestern habe ich wieder ein Buch ausgelesen. Einen Roman. Sanfte Lektüre, nichts Außergewöhnliches. Allerdings kam mir beim Lesen die Überlegung, warum man Bücher verlagsseitig und in den Ankündigungen eigentlich nach Seiten bemisst. Viel klarer wäre es, Bücher nach Metern zu bemessen.



Falsches Argument

Sep

08.

Gestern habe ich mit meinem Notenprogramm begonnen ein Lied zu notieren. Irgendwie bin ich nach einer Weile dabei auf eine falsche Tastenkombination gekommen, worauf hin ein Popup-Fenster mit entsprechendem "Pling" aufploppte und mir mitteilte: "Es wurde ein falsches Argument festgestellt!" Oha, ein falsches Argument - so so. Das wollte ich natürlich nicht.



Alter Stinkstiefel

Jun

26.

Normalerweise ist der Abschied am Grab ein ruhiges, würdevolles Geschehen. Neulich bei einer Beerdigung passierte bei der Beisetzung jedoch etwas Bemerkenswertes. Nachdem die engeren Angehörigen sich am Grab verabschiedet hatten, trat ein Mann mittleren Alters an das offene Grab. Er faltete die Hände zum stillen Gedenken. Dann schaute er mich an und fragte: "Darf ich die Wahrheit sagen, Herr Pfarrer?" - Ich machte eine Geste mit Händen und Gesicht in der Art: Bitte, wenn Ihnen das ein Anliegen ist ...



Jeder Tag ist Bonus

Jun

17.

Kürzlich traf ich jemanden, der gerade 50 geworden ist. Ich fragte "Und, wie geht es Dir damit?!" und die Antwort fand ich klasse: "Mir geht es super. Weißt Du, wenn ich zurückblicke und schaue, was ich schon so alles erlebt habe, dann ist das einfach super. Ich habe nicht den Eindruck, ich hätte etwas versäumt. Wenn ich morgen sterbe würde, würde mir das nicht viel ausmachen. Das wäre dann auch okay für mich. Insofern sehe ich jeden Tag, der jetzt noch kommt, als Bonus."



Godzilla im Garten

Mai

22.

Aktuell läuft mal wieder ein neuer Godzilla-Film im Kino. Riesengroße Monster zerstören mit einer kleinen Bewegung ihres Körpers mal eben die Behausungen der Menschen. Nur ein einziger Schritt und ganze Straßenzüge sind in Schutt und Asche gelegt. Geradezu niedlich wirken die Versuche, diesen großen Ungeheuern Einhalt zu gebieten. Die von den im Vergleich winzig kleinen Menschen eingesetzten Feuerwaffen scheinen gegen diese unsensiblen Urzeitviecher schlicht unwirksam zu sein. Selbst größere Geschütze vermögen sie allerhöchsten temporär ein wenig zu kitzeln.



Sollen wir evakuieren?

Mai

09.

Man glaubt ja gar nicht, was in Innenstädten so alles rund um Kirchen los ist. Da lagern Jugendliche und Obdachlose, da werden Mauern besprüht und beschmiert, da werden Bedürfnisse erledigt und im Schatten des Gotteshauses noch manch andere unheilige Dinge getan. Zur Behebung wenigstens mancher offensichtlicher Missstände kontrolliert seit einigen Monaten ein Ordnungs- und Sicherheitsdienst in regelmäßigen Abständen das Gelände rund um unsere Kirche. Bei Auffälligkeiten läuft eine Benachrichtigungs-Kette.