Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Albert Einstein ( 1879-1955)



Freiertags-Dialektik

Jun

02.

Im Umgang mit Werk- und Feiertagen gibt es eine interessante Verschiebung zu beobachten:



Kluge Depressive

Mai

25.

Ein Forscherteam vom Institut für Psychologie der Universität Basel hat jüngst nachgewiesen, dass klinisch depressive Patienten bessere Entscheidungen treffen und Denkaufgaben analytischer angehen als Gesunde. Depression - so die Forscher - beeinflusst positiv die Entscheidungsfähigkeit (http://www.onlinenews.com.pk/details.php?id=178812).



Dies ist keine Werbung

Mai

11.

Glaubt man den Rechenkünsten der Internetseite http://kinderseite.kinderkampagne.de/front_content.php?idcat=50&idside=22&lang=5 hat ein Jugendlicher mit 20 Jahren etwa 200.000 Werbefilme gesehen! Da möchte man gar nicht wissen, wie viele Werbefilme man als 40jähriger, geschweige denn als 80jähriger konsumiert hat.

Bemerkenswert: Als 20jähriger ist man heutzutage in seinem Leben nur 7300 Mal wach geworden, hat aber bereits 200.000 Werbefilme gesehen. Das heißt: grob gerechnet rieseln pro Tag auf einen Jugendlichen 30 Werbebotschaften ein. Und da sind Radio, Zeitung, Internet und Plakate noch gar nicht mitgerechnet.



Existentielle
Knubbel-Lyrik zum
Ostersonntag

Apr

21.

Bitte, mein Engel, lass mich noch weiterschlafen -
Das mit dem Auf(er)stehen kann doch noch warten.
Komm, sei so lieb, weck mich in einer Stunde,
Und lass das Licht aus - ich penn' jetzt noch 'ne Runde.



O große Lieb - eiskalt
herzerwärmend!

Apr

06.

"O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße!"
(J.S. Bach, Johannespassion, Choral Nr. 3)

Über die Jahrhunderte haben sich im christlichen Abendland vielfältigste Formen des verehrenden Mitleidens der Passion Christi herausgebildet. Christi Martyrium am Kreuz wird betrachtet, verinnerlicht oder andächtig vergegenwärtigt und die erlittene Marter wird von der gläubigen Seele mit allen Fasern des Körpers sogar mitgelitten. Wer dieses Mysterium des Glaubens kennt, der weiß auch um den sehnlichen Wunsch manch gläubiger Seele, dem Heiland sein Leiden doch ein wenig zu erleichtern. Eine solche mitfühlende Seele muss in der städtischen Friedhofskapelle auf dem Birkenberg in Leverkusen-Opladen wirken. Denn das Kreuz Christi ist hier nicht nur - raumästhetisch passend - über dem jeweils aufgebahrten Sargs positioniert; es ist auch mitten über den Schlitz der Lüftungsanlage gehängt! "O große Lieb, o Lieb ohn' alle Maße": Der leidende Jesus, den man sich am nackten Kreuz vorstellt, bekommt auf dem Birkenberg je nach Jahreszeit die Füße gewärmt oder gekühlt, um sein brennendes oder frierendes Leiden zu lindern.



Ruht wohl, ihr heiligen
Gebeine - Bitte in die
Holzkomposter

Mär

22.

"Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine, die ich nun weiter nicht beweine, ruht wohl und bringt auch mich zur Ruh'. Das Grab, so euch bestimmet ist und ferner keine Not umschließt, macht mir den Himmel auf und schließt die Hölle zu."
(J.S. Bach, Johannespassion, Chorus Nr. 39)


Vor kurzem war ich auf dem östlichsten der Leverkusener Friedhöfe, dem katholischen Friedhof "Auf'm Berg" in Steinbüchel. Dieser liegt von Feldern umgeben in eine leicht hügelige Landschaft gegossen, am Horizont sind die Bauten der Siedlung Mathildenhof zu sehen. Bemerkenswert an dieser an sich schönen letzten Ruhestätte ist der Eingang. Ich kenne Friedhöfe, da steht am Eingang "Mensch, betrittst Du diese Stätte, neige Dein Haupt und gedenke derer, die ihr Höchstes geben mussten, ihr Leben". Hier dagegen begrüßt einen am Eingangstor ein nicht zu übersehendes Schild mit dem Hinweis: "Abfälle sortieren!" Ich lese weiter: "Verrottbare Abfälle bitte in die Holzkomposter. Nicht verrottbare Abfälle bitte in die Drahtkörbe."