Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Nirgends kann das Leben so roh wirken wie konfrontiert mit edler Musik.

Christian Morgenstern (1871-1914)



Der Himalaya-Gipfel der Genüsse

Jan

11.

Zur optischen Verbesserung unseres Kücheninventars wurde mir ein neues Set Salz- und Pfeffermühle geschenkt. Das Set ist elegant geschwungen, unten aus Glas, obenauf ist das Mahlwerk von Plastik umhüllt. Bis dato hatten wir einen Salzstreuer, dementsprechend musste da auch feinkörniges Salz hinein. Nun heißt es nicht mehr streuen, sondern mahlen. Ritsch, ratsch, ritsch, ratsch - und das frischgemahlene Salz rieselt aus der Salzmühle. Eine tolle Technik.

Salz aus einer Salzmühle hat allerdings Konsequenzen für den Inhalt. Denn nun bedarf es eines grobkörnigen Salzes statt des gewohnten feinkörnigen. Ergo: Dem Mahlwerk entsprechend haben wir jetzt ein rosafarbenes "Himalaya-Salz". Ich wusste gar nicht, dass das Himalaya-Gebirge als Salzabbaugebiet gilt, und ein exportierendes dazu - man lernt auch nie aus!

Auf jeden Fall ratsche ich mir neuerdings offenbar ein Stück des Himalaya auf das sonntägliche Frühstücksei. Sollte sich bei der nächsten Vermessung der 14 Achttausender dieser Erde herausstellen, dass einer dieser gigantischen Berge etwas weniger hoch ist als vorher, dann hätte ich eine Theorie, woran das liegen könnte. Eine interessante Vorstellung: Verspeise ich da womöglich ein Stück vom Nanga Parbat, vom K2 oder gar vom Mount Everest? Wohl eher nicht. Aber dennoch erscheint mir mein durch das geratschte Gourmet-Himalaya-Salz geadelte Frühstücksei jetzt erst recht - als ein Gipfel der Genüsse!



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