Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Albert Einstein ( 1879-1955)



Applaus, Applaus!

Sep

10.

Mittlerweile gibt es ja kaum noch eine Veranstaltung, bei der nicht geklatscht wird. Meist geschieht dies ohne viel Nachdenken. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Arten und Möglichkeiten des Klatschens. Ich unterscheide vier Grund-Klatsch-Arten:

1.) Das Standard-Klatschen: Etwa 20 cm vor dem Körper werden die locker geöffneten Hände so in Position gebracht, dass in die gekrümmte Handfläche der einen Hand die vier Hauptfinger der anderen Hand versetzt in einem 45 Grad-Winkel hineingeschlagen. Beide Hände bewegen sich dabei aufeinander zu, wobei meist bei Rechtshändern die rechte, bei Linkshändern die linke Hand aktiver ist und in die jeweils andere schlägt.

2.) Die überspannte Variante: Funktioniert wie das Standard-Klatschen nur mit dem Unterschied, dass die Hände nahezu gerade ausgestreckt sind. Dadurch klingt das Klatschen heller und höher. (Man kann es auch das "Angela-Merkel-Klatschen" nennen.)

3.) Die bayrische Variante: Hierbei schlagen nicht die Finger auf die Handfläche, sondern die Handflächen schlagen ineinander. Dabei entsteht ein hohler, tieferer Klang, zuweilen auch eine Art Pups-Geräusch.

4.) Die Seehund-Variante: Die unteren Handballen beider Hände werden aneinander gedrückt und zusammengehalten, während die Finger V-förmig klatschen. Die vornehme Variante.

Alle diese Grund-Klatsch-Arten werden meist auf Brusthöhe ausgeübt. Sie können aber natürlich auch anlassbezogen rechts oder links vom Körper, auf Hüft-, Brust- oder Kopfhöhe geklatscht werden und sogar über dem Kopf. Hinter dem Rücken klatschen geht nur mit Verrenkung. Alle Grund-Klatsch-Arten und Positionen variieren dann noch in Geschwindigkeit, Intensität, Rhythmisierung und Dauer. Nimmt man das alles zusammen, ergeben sich tausende Möglichkeiten des differenzierten Klatschens.

Warum erzähle ich diesen Klatsch und Tratsch? Achten Sie mal darauf, wo wie geklatscht wird: Im Bundestag, auf Parteitagen, bei klassischen Konzerten, auf Rockkonzerten, bei der Landung im Flugzeug , im Karneval, im Stadion, im Kabarett, in der Kirche ... Da gibt es gewaltige Unterschiede. Die meisten Menschen - so scheint mir - klatschen dabei reflexartig, nur weil es Nebenmann und Nebenfrau auch machen. Also gedankenlos. Dabei klatscht es sich bewusst doch viel lustvoller.

Auch auf die Gefahr hin, dass Sie denken "Hat der einen an der Klatsche?": Verdoppeln Sie Ihre Ausdrucksmöglichkeiten dadurch, dass Sie beim Standard-Klatschen nicht in ihre gewohnte, sondern in die andere Hand klatschen. Das bedarf etwas der Übung, macht aber Spaß! Oder hören Sie mal bewusst auf die Tonhöhen des Klatschens um sie herum und klatschen Sie bewusst tiefer oder höher. Sie werden sehen: Mit ein wenig Übung bringen sie viel Leben in Ihren Klatsch-Alltag. Und dafür gibt es - wie gesagt - tausende Möglichkeiten.



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