Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.

Albert Einstein ( 1879-1955)



Äh - welcher Name gleich noch mal?

Jan

25.

Es ist ein feierlicher Moment: Braut und Bräutigam stehen vor dem Altar. Gleich gilt es sich wechselseitig das Trauversprechen zu geben. Wie oft bei ökumenischen Trauungen zieht auch diesmal der katholische Geistliche aus seiner Trauagende einen laminierten Zettel, auf dem steht: "Vor Gottes Angesicht nehme ich dich, [Name], an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."

Während ich als evangelischer Part mit einem dem Anlass angemessenen feierlichen Gesicht nur daneben stehe, hält mein katholischer Kollege dem Bräutigam den Zettel unter die Nase. Der Bräutigam schaut kurz darauf, blickt uns dann nachdenkend an und fragt: "Äh - welchen Namen soll ich jetzt sagen?!?" --- Super Frage! In mein feierliches Gesicht schleicht sich jetzt ein heiteres Grinsen. Vielleicht Sabine - denke ich mir. Oder Michelle. Oder Katrin. Oder Melanie. Keine Ahnung, wer noch so im Kopf des Bräutigams herumschwirrt.

Der süßsäuerlich Blick der Braut und die Antwort des katholischen Kollegen kommen zeitgleich: "Den der Braut". - "Ach so!" sagt der Bräutigam. "Also: Vor Gottes Angesicht nehme ich dich ..." und dann kam doch der erwartete Name flüssig über die Lippen. Und ich denke mir: Mannomann, man kann Paare und insbesondere Kerle eigentlich gar nicht intensiv genug auf den Beginn des Abenteuers Ehe vorbereiten.



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