Sternklare Zahnschmerzen - Die CD

ZITAT DES MONATS

Zum Glück wird es nach den stillen Tagen dann auch wieder ein wenig ruhiger.

Karl Valentin (1882-1948)



Das andere Weihnachten

Dez

24.

Es gibt in unseren Breitengraden mindestens zwei Weihnachten. Das eine Weihnachten kommt ab November mit Macht. Es fängt an, mit Licht zu spielen, in Musik zu klingen, mit Glühwein zu wärmen, an Tannenzweigen zu grünen und durch Mandel- und Zimtduft zu berauschen. Auf das eine Weihnachten wird sich vorbereitet mit Essen und Trinken, mit Kaufen und Erlebnis, mit Schau und Schauen. Der Rausch der Sinne wird befördert und der Motor der Organisation läuft - hoffentlich reibungslos - auf die 24 zu. Je näher das magische Datum rückt, desto ehrlicher und gehudelter zugleich wird als "Tschüss" die Hoffnung gewünscht: "Frohe Weihnachten!" Möge es so sein!

Das andere Weihnachten kennt das alles. Und schließt das auch nicht kategorisch aus. Und doch ist sein Zentrum ein gänzlich anderes - nämlich: Das Beiseitelegen alles Irdischen, das Nichtmüssen, das Nichtbrauchen, der Vorrang des Geistes über alles Anfassbare. Das andere Weihnachten wird nicht gemacht, es ereignet sich - in der Tiefe des Herzens und in der Freiheit des Dürfens. Es wird, wo das Wunder der Menschwerdung sich als Abbild auf die Erde trägt und sich dabei das Innerste geistig in den Himmel versetzt. Jahreszeitliche Hektik und das Müssen der Gewohnheit sind abgelöst von einem stillen Lächeln. In das Dudeln altbekannter Lobgesänge wird durch die Erkenntnis der Wissenden von innen heraus musiziert: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens!"

Ich liebe es, Menschen zu begegnen, die dieses andere Weihnachten feiern!



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